Open Source Geospatial '05 in Minneapolis

From MapbenderWiki

Jump to: navigation, search

Erste Eindrücke von der Open Source Geospatial Conference 2005 in Minneapolis, MN, USA

Vom 16.-18.06.2005 fand in Minneapolis, MN, USA die OpenSource Geospatial Conference 2005 statt. Vertreten waren ca. 320 Teilnehmer aus der ganzen Welt inkl. der aktiveren Teilnehmer aus Europa. Das Geo-Consortium unterstüzte die Konferenz als Platin Sponsor und wurde vor Ort durch CCGIS und terrestris vertreten.

Am ersten Tag fanden tagsüber Workshops statt, parallel startete die Ausstellung der Hersteller und Entwickler. Am Abend trafen sich ein Großteil der Teilnehmer auf dem "Social-Event": Ein Barbecue mit dem offiziellen Barbecue-Meister Minnessotas am Fort Snelling vor den Toren von Minneapolis.

Dort wurde neben ein klein wenig US-amerikanischer Geschichte bestehende Kontakte zu anderen Dienstleistern, Entwicklern und Anwendern gepflegt und viele neue Kontakte geknüpft. Diese einzigartige Atmosphäre, die auch schon letztes Jahr einen Großteil der positiven Energie ausmachten waren über die gesamten drei Tage zu spüren.

Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen von Vorträgen, wobei neben bewährten Softwarelösungen und stabilen Projekten auch viele, zum Teil auch unausgereifte Ideen vorgestellt wurden. Oft waren diese von einer großen Offenheit geprägt, ganz im Gegensatz zu der im kommerziellen Umfeld oft herrschenden Ängstlichkeit etwas auszuplaudern, das andere "Mitbewerber" kopieren könnten.

Die technischen Highlights waren: Eine Routing-Lösung auf Basis von PostgreSQL, die Integration von Wiki und MapServer und Überlegungen zur Ausrüstung von PKW mit GPS und Routingfunktionen zum Benzinsparen.

Am dritten Tag standen die Technical Sessions im Vordergrund, ganz im Zeichen der "Battle of the Clients": Chameleon, MapBuilder, CartoWeb Client und Mapbender zeigten was sie können. In Gesprächen mit den Anwendern und Herstellern der "Konkurrenzprodukte" zeigte sich, daß die große Offenheit bei den Entwicklern eine Vielzahl an gemeinsamen Ideen zu Tage förderte, gerade in den innovativsten Bereichen (Digitalisierung mit HTML und JavaScript) wird aktuell viel Doppelarbeit geleistet. Allerdings wurde auch deutlich, dass die teilweise sehr unterschiedliche technische Grundlage eine Zusammenführung der Projekte auf längere Zeit verhindern wird. Deshalb wird sich die Zusammenarbeit auf wenige Bereiche konzentrieren, am vielversprechensten sind gemeinsam entwickelte JavaScript Lösungen.

Abgerundet wurde das Programm durch einen zukunftsweisenden Vortrag von Dirk-Willem van Gulik, President of the Apache Foundation. In einem einstündigen umfassenden Vortrag erläuterte er den Werdegang der Apache Foundation und es wurde wieder einmal klar, dass wir Geo-Spezialisten zu einem kleinen, aber feinen Völkchen gehören. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Foundation für die OSG-Community beantwortete mit dem einfachen Satz "Don't copy us" in 60 cm großen Buchstaben an zwei parallele Monitore projeziert.

Fazit: Insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die mit der FOSS4G 2006 im nächsten Jahr in der Schweiz (Lausanne) weitergeführt wird.

report by

Views
Personal tools