WMS Metadateneditor
From MapbenderWiki
Allgemeines
Nach der Registrierung eines WMS im Geoportal steht dieser Dienst im WMS Metadateneditor zur Verfügung. Der Editor bietet die Möglichkeit, die vom Dienst gelieferten Metadaten zu überschreiben und um weitere Informationen anzureichern. Mit diesem Editor wird es möglich, einen normalen WMS der Version 1.1.1 für INSPIRE fit zu machen. Man kann die zusätzlich von der EU geforderten Metadaten hinzufügen und die Daten-/ Service Metadatenkopplung einrichten. Desweiteren steht ein simpler Metadateneditor zur Verfügung, mit dem sich Daten-Metadatensätze erzeugen lassen. Diese Datenmetadatensätze verwenden als Ausgangsbasis die Informationen des Dienstes, der Geoportal Nutzer-/Gruppenverwaltung sowie die Informationen des Contents der Dienste (Layer, Featuretypes).
Benutzung
Anwendung starten
- Auswahl der Anwendung Administration_DE
- Das Auswahlmenü unter Kartenviewer erhält man, wenn man nach der Anmeldung auf den linken Menüpunkt Kartenviewer klickt. Zunächst öffnet sich die Standardanwendung - der Kartenclient des Portals. Im DropDown Menü sind jetzt alle dem Nutzer zugänglichen Anwendungen aufgelistet. Die Anwendung Administration_DE stellt alle Funktionen zur Verfügung, die ein Bereichsadministrator benötigt. Im Bereich Admin WMS 01 findet man hier den WMS Metadateneditor.
- Hinweis zu kleinen Bildschirmauflösungen: Unterhalb des Administrationsmenüs ist ein Link, der den gesamten Frame in einem neuen Fenster öffnet. Klicken Sie hierzu auf den Text - NICHT auf das Bildschirmsymbol! Bei der Benutzung des Metadateneditors und kleinen Bildschirmauflösungen (< 1280x1024) ist es sinnvoll, diese Option zu nutzen! Weiterhin sollte man das Fenster an den oberen linken Rand verschieben und es durch Ziehen an der rechten unteren Ecke auf eine Vollbilddarstellung vergrößern.
Auswahl des Dienstes
Der Metadateneditor ist eine Mapbender GUI. Sie wird beim Geoportal jedoch in einem eigenen kleinen Fenster geladen.
Die Anwendung beinhaltet eine Unterstrukturierung in drei Reitern. Auf der ersten Seite erhält man eine Liste mit den eigenen WMS Diensten und einigen zusätzlichen Informationen. Über den Autofilter rechts oben kann man die Trefferliste einschränken.
Die Auswahl eines Dienstes erfolgt durch Anklicken der jeweiligen Zeile. Die Anwendung springt auf die nächste Seite, die die Editierung der Metadaten auf Dienst-Ebene ermöglicht.
Service Level
Die Metadaten auf Service Ebene werden auf dieser Seite angezeigt. Die meisten Felder sind editierbar. Das bedeutet, dass es den registrierenden Stellen möglich ist, die Metadaten des Dienstes abzuändern. Diese abgeänderten Metadaten werden als neue Capabilities Dokumente nach außen abgegeben. Das gilt sowohl für die INSPIRE View Services als auch für die Geoportal-Capabilities. Das Portal fungiert hier als Capabilities Proxy.
Bei einem Update des Dienstes werden die editierten Datenfelder zunächst nicht überschrieben. Der Editor kann sich jedoch durch Auswahl des Buchsymbols die Unterschiede zu den vom Server gelieferten Informationen anzeigen und seine eigenen Änderungen ersetzen lassen. Das Geoportal verwaltet hier also immer mehrere Varianaten von Service Metadaten:
- Die vom Server gelieferten - in Form des XML Dokumentes
- Die ggf. händisch angepassten - im relationalen DB System
Layer Level
Die dritte Seite zeigt die Informationen auf Ebene der WMS Layer. Es handelt sich hierbei insbesondere um
- Titel
- Beschreibung
- Suchbegriffe
- Preview
- Kategorisierung nach
- ISO Topic Categories
- INSPIRE Themen
- Frei definierbaren Themen (können in der Mapbender custom_categories Tabelle definiert werden)
- Daten-/ Service Metadatenkopplung
Um die Navigation zu vereinfachen, erfolgt die Auswahl des jeweils zu editierenden Layers in einem Layerbaum auf der linken Seite des Editorfensters. Der grüne Haken bewirkt, dass der Layer in die Suche übernommen wird. Ist er nicht gesetzt, werden auch die Metadaten der Ressource nicht abgegeben.
Die Möglichkeit, mehrere Kategorien zuordnen zu können, erlaubt es auch, spezielle Themen wie z.B. NGDB (Keyword ngdb) oder das INSPIRE Monitoring (Keyword inspireidentifiziert) abzubilden. Die Kategorien stehen im Suchmodul wieder zur Verfügung (siehe auch searchInterface).
Editieren der Textfelder
Die Textfelder sind editierbar. Angezeigt werden zunächst die Informationen, die den Capabilities Dokumenten entnommen werden. Sind diese Informationen überschrieben worden, so kann man sich durch Auswahl des Buchsymbols die originären Informationen aus den Service Capabilities noch einmal anzeigen lassen. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die bereits editierten Information durch die neu vom Service gelieferten Informationen (z. B. nach einem Update des WMS) ersetzen zu lassen.
Das Feld mit den Keywords erwartet eine kommaseparierte Eingabe der Suchbegriffe.
Zuordnung der Kategorien
Die Zuordnung der Kategorien kann 1:n erfolgen. Jedem Layer können folglich n Kategorien zugeordnet werden. Mit der gedrückten STRG-Taste lassen sich gleichzeitig mehrere Kategorien aus der Liste auswählen.
Erzeugen eines Previews
Eine Voransicht der Informationsressource (hier Kartenlayer) erleichtert die Einschätzung ungemein, ob eine Ressource für einen gewissen Zweck geeignet ist. Aus diesem Grund ermöglicht der WMS Metadateneditor, ein solches Preview abzuspeichern. Nach Auswahl des jeweiligen Layers zoomt das Previewfenster auf die Ausdehnung des Layers und startet eine GetMap Anfrage. Das Ergebnis ist im integrierten Viewer zu sehen. Man kann jetzt durch Pan/Zoom und ein paar weiteren Einstellungsmöglichkeiten ein optimales Vorschaubild erzeugen. Durch Drücken des Save Buttons wird dieses auf dem Webserver abgelegt. Sind Legenden vorhanden, so werden diese ebenfalls dynamisch abgefragt und gespeichert. Die Bilder werden automatisch in die Metadaten übernommen und stehen auch innerhalb der ISO19139 Dokumente zur Verfügung. Das führt dazu, dass auch im Geodatenkatalog-DE und bei INSPIRE die Möglichkeit besteht, die Voransichten angezeigt zu bekommen. Beispiele:
- Trefferliste im Geoportal
- HTML Metadatenanzeige
- ISO19139 Dokument
- GDK-DE Suchclient
Daten- / Service Metadatenkopplung
Der Editor bietet mehrere Möglichkeiten, eine Daten-/ Service Metadatenkopplung durchzuführen. Diese Kopplung wird durch die INSPIRE-Richtlinie gefordert, außerdem basiert das Konzept des CSW AP ISO 1.0 auf diesem Modell. Es geht dabei darum, eine Suchschnittstelle zur Verfügung zu haben, mit deren Hilfe man über einen gefundenen Datensatz zu den Diensten kommen kann, die diesen Datensatz zur Verfügung stellen. Eine nähere Beschreibung findet man unter Handbuch_Geoportal_INSPIRE.
Die Kopplung basiert auf einer Verknüpfung zwischen Service-Metadatensätzen und Daten-Metadatensätzen. Die INSPIRE-Richtlinie fordert, dass wenn eine solche Verknüpfung existiert, diese auch im jeweiligen Service-Metadatensatz vorhanden sein soll. Weiterhin sollen, laut Handlungsempfehlungen für den Aufbau der INSPIRE View Services, zu jedem Layer im Service Capabilities Dokument ein oder mehrere MetadataURL Tags angegeben werden. Diese verweisen auf Daten-Metadatensätze.
Die Kopplung ist auf 4 verschiedenen Wegen möglich:
- MetadataURLs sind schon a priori im Service-Capabilities Dokument enthalten
- Anreicherung der Layer um Links auf Metadatensätze, die im Internet zur Verfügung stehen
- Anreicherung der Layer durch Upload eines lokalen Metadatensatzes (wurde zuvor mit Editor erzeugt)
- Anreicherung der Layer um einfache Metadatensätze auf Grundlage folgender Datenbestände:
- Service-Capabilities (Service/Layer)
- Geoportal Nutzer- /Gruppenverwaltung
- Geoportal Zusatzinformationen wie z.B.
- Ressourcenklassifikationen
- einheitliche Nutzungsbedigungen
- ...
Im Editor kann eine neue Kopplung einfach durch Auswahl des grünen Plus Zeichens in der Kopplungstabelle erstellt werden. Es öffnet sich ein Fenster, indem eine Auswahl getroffen werden kann, welcher Typ die zu erstellenden Kopplung sein soll. Durch Anwahl der unterschiedlichen Symbole gelangt man zum jeweiligen Menüpunkt.
Die erstellten Koppllungen lassen sich jeweils löschen oder editieren. Das gilt nicht für die a priori vorhandenen Metadatenlinks aus den Capabilities. Um diese zu entfernen, müssen die Capabilities Dokumente auf dem jeweiligen Server aktualisiert und der Dienst im Geoportal upgedated werden.
Die XML Daten des erzeugten Datensatzes lassen sich durch Auswahl der UUID anzeigen. Desweiteren besteht die Möglichkeit, diese Daten an den INSPIRE Metadaten Validator zu schicken und sich das Ergebnis der Validierung als HTML Seite anzeigen zu lassen. Hierfür kann der Link validate ausgewählt werden.
(Informationen zum Validator: http://www.inspire-geoportal.eu/index.cfm/pageid/48)
Auswertung MetadataURL
Um diese Zusammenhänge sinnvoll zu implementieren, werden beim Registrieren der Service-Capabilities die MetadateURL Tags der Layer ausgewertet und in einer Metadaten Tabelle (mb_metadata) abgelegt. Falls die verknüpften Metadaten einem definierten Format entsprechen
- MetadataURL attribute type: ISO19115:2003
- Format: text/xml
werden zusätzlich einzelne Metadatenelemente aus den XML Strukturen extrahiert und stehen somit für erweiterte Suchverfahren zur Verfügung. Beipiel:
<MetadataURL type="ISO19115:2003"> <Format>text/xml</Format> <OnlineResource xlink:href="http://www.geoportal.rlp.de/mapbender/php/mod_dataISOMetadata.php? outputFormat=iso19139&id=491f113a-752c-02f6-e543-26507d2d7708" xlink:type="simple"/> </MetadataURL>
Sinnvoll wenn:
- Daten, Metadaten und Services von einer Stelle verwaltet werden
- Daten, Metadaten und Services automatisch generiert werden - Integriertes Daten - Metadaten - Service Management - optimaler Fall!
Anreicherung um Links
Hier kann ein Editor einen Link auf einen im Web verfügbaren Metadatensatz angeben. Das kann ein einfacher Link sein oder ein Link auf einen GetRecordById Aufruf an eine CSW Schnittstelle. Wichtig ist nur, dass der Link auf ein standardisiertes ISO19139 Dokument verweist. Es gibt zwei Optionen:
- Der Link wird nur abgelegt und genutzt, um die Capabilities Dokumente um diese Information anzureichern (MetadataURL) und die Kopplungsinformationen in die Service-Metadatensätze (RS_Identifier) zu integrieren.
- Die Quelle wird zusätzlich geharvested und der Datensatz über die eigene CSW Schnittstelle abgegeben.
Sinnvoll wenn:
- Ein Datensatz, der über einen Dienst abgegeben wird, schon mit einem Metadatensatz beschrieben und im Web erreichbar ist.
Aber: Dieser Datensatz muss genau die/den Datei/Datensatz beschreiben, die/der über den Dienst abgegeben wird! Es dürfen keine allgemeinen Produktmetadaten sein. Beispiel: Shape Datei wird von Service gelesen und deren Inhalt als WMS Layer abgegeben. Dann muss der Daten-Metadatensatz genau diese Shape Datei beschreiben (Aktualität/Umfang/Qualität/...).
Upload eines lokalen Daten-Metadatensatzes
Der Upload ermöglicht ein lokal vorhandenes ISO19139 Dokument in die Registry zu laden. Dort ist es automatisch mit dem Layer (Service) verknüpft und wird über die CSW Schnittstelle abgegeben.
Sinnvoll wenn:
- Verschiedene Stellen für die Service Konfiguration und die Metadaten Erstellung zuständig sind.
Aber: Es kann zu Inkonsistenzen zwischen den Daten, die der Service abgibt, und deren Beschreibung in Form der Metadaten kommen. Das ist ein K.O. Kriterium für INSPIRE!
Erstellung eines Daten-Metadatensatzes im Geoportal
Für die Erstellung des Metadatensatzes gibt es im Geoportal einen einfachen Editor. Dieser verlangt nur die Eingabe einiger weniger Felder, die von INSPIRE verlangt werden. Die Anforderungen ergeben sich hier aus der Durchführungsbestimmung zu Metadaten sowie aus den Datenspezifikationen. Die weiteren INSPIRE Pflichtfelder werden automatisch generiert. Sinnvoll wenn:
- Aufwand minimiert werden soll
- Keine über den Umfang der INSPIRE Richtlinie hinausgehenden Anforderungen erfüllt werden müssen
Auswirkungen der Kopplung
Eine vorhandene Koppplung wirkt sich automatisch auf die vom Geoportal abzugebenden Metadaten aus:
- Das Geoportal erzeugt automatisch einen ISO19139 Service-Metadatensatz für jeden WMS Layer. (INSPIRE Anforderung)
- Für die geharvesteten Metadaten sowie für die über den Metadateneditor selbst erstellten Metadaten werden ISO19139 Dokumente erzeugt.
- Die Capabilities Dokumente beinhalten die zugehörigen MetadataURL Tags. (INSPIRE Anforderung)
- Die Identifikatoren in den Service-Metadaten und in den Daten-Metadaten sind konsistent. (INSPIRE Anforderung)
- In der HTML Metadatendarstellung gibt es unter Eigenschaften eine Liste mit Links auf verknüpfte Daten-Metadatensätze.
Abspeichern der Metadaten
Um die Metadaten zu aktualisieren gibt es unten rechts einen Button Save Metadata.
Schnittstellen zur Abgabe von Daten-Metadaten
Um auf die verknüpften Daten-Metadaten zugreifen zu können, gibt es einen Webservice, der per UUID des Datensatzes aufgerufen werden kann.
Beispielaufruf für ISO19139:
Wenn man diesen mit dem INSPIRE Validator prüfen will reicht es ein &validate=true anzuhängen:
Die Schnittstelle funktioniert für alle Metadaten die in der Tabelle mb_metadata abgelegt sind, unabhängig davon ob sie
- durch den Editor erzeugt,
- im Capabilities Dokument vorhanden,
- als Link angereichert oder
- in die Geoportal Datenbank hochgeladen wurden
Suche nach erzeugten Metadaten in anderen Portalen z. B. im GeoPortal.Bund
Die erstellten Metadaten können zum Harvesting bereitgestellt werden und werden so beispielsweise im GeoPortal.Bund (http://geoportal.bkg.bund.de) auffindbar.
So kann beispielsweise im GeoPortal.Bund nach strassennetz25 gesucht werden. Zwei Metadatensätze, die im Geoportal.RLP erfasst wurden, werden ausgegeben.
